Fuerteventura im Februar 2025
Im Februar 2025 ging es für eine Woche an die Costa Calma. Im Vergleich zu den anderen Kanareninseln ist Fuerteventura nicht unbedingt ein Wanderparadies. Karge Wüstenlandschaften, Lava, wenig Grün. Aber lange Sandstrände und beeindruckende Klippen und Wellen an der Westküste. Auch wenn wir nicht die klassischen langen Wandertouren gemacht haben, war es trotzdem sehr schön und interessant und wir hatten ein Traumwetter. Die Nord-Südverbindung mit dem Bus ist gut, bei anderen Zielen kann es dann schon mal etwas umständlich werden und ein Auto ist hilfreich. Leider hatten wir im Vorfeld keines gebucht, so dass wir auf das deutlich teurere Angebot vom Hotel zurückgreifen mussten, da es sonst vor Ort nichts mehr gab.
Meine Touren findet ihr auch bei Komoot
Bilder folgen in Kürze
1) Strandspaziergang Costa Calma
Los ging es am Playa de Jandia über den Playa de Costa Calma weiter zur Lagune von Sotaventa.
Wir konnten komplett am Wasser entlang gehen, da die Flut erst 3 Stunden später kam und die Steine und
Felsen noch nicht überspült waren. In der Lagune ist nur wenig Wasser, auf der Komoot Karte sah es nach einem
breiten Fluss aus 😆. Besonders haben es uns die Atlashörnchen angetan, die sehr zutraulich sind.
Des Touristen Freud ist allerdings des Landwirts Leid, da sie großen Schaden anrichten.
2) Von Costa Calma an die Westküste
Einer der Klassiker, wenn man in Costa Calma ist, ist die Wanderung an die wildere Westküste. Klippen, hohe Wellen, kleine
Buchten. Wirklich sehr beeindruckend. Der Weg dorthin führt sozusagen durch die Wüste. Kaum Vegetation, nur vereinzelt
mal ein Vogel oder eine kleine Eidechse. Der Weg oberhalb der Westküste führt durch Schluchten oder etwas weiter im Inneren
über Sandautobahnen, fast wie ein Strandspaziergang und im tiefen Sand nicht immer einfach zu gehen. Wirklich spannend
sind der Hin- und Rückweg nicht und ziemlich schweißtreibend bei den Temperaturen deutlich über 20 Grad. Aber es hat sich
trotzdem gelohnt. Viel zu trinken, viel Sonnencreme und gutes Schuhwerk sind hilfreich.
3) Morro Jable
Heute sind wir mit dem Bus nach Morro Jable. Los ging es am Leuchtturm, weiter am Strand entlang und zurück auf der
Promenade. In Morro Jable gibt es viele interessante Skulpturen. Es müssen ja nicht immer die großen Wandertouren sein :-)
4) Südspitze Faro de Jandia
Mit dem Mietwagen ging es heute Richtung Süden nach Puerto de la Cruz. Ab Morro Jable gibt es keine asphaltierten
Straßen mehr sondern nur noch eine feste Sand- bzw. Schotterpiste. Das Fischerdorf Puerto de la Cruz ist inzwischen mehr
oder weniger menschenleer, es gibt 2 Restaurants und ein Filmteam war vor Ort. Wir sind zum Leuchtturm und dann entlang
der wilden Westküste zurück. Wieder sehr beeindruckend. Anschließend ging es weiter nach Cofete.
5) Cofete und Villa Winter
Von der Südspitze ging es über Schotter' und Sandpisten weiter nach Cofete. Ein Restaurant, ein paar Häuser und Hühner
und Ziegen. Dazu ein beeindruckender Strand, allerdings mit starken Strömungen und hohen Wellen, so dass hier niemand
im Wasser war. Tja, und eigentlich wollten wir im die Ausstellung der Villa Winter, hatten aber nicht nach den Öffnungszeiten
geschaut. Montags ist Ruhetag.
6) Betancuria
Heute ging es mit dem Mietwagen nach Betancuria, einer historischen Stadt Fuerteventuras mit einer sehenswerten Altstadt.
Wir hatten Glück dass es bei unserer Ankunft noch nicht so voll war. Nach der Stadtbesichtigung ging es in die Berge zum
Morro del Cirtijo. Es war heute ziemlich windig und wir wurden ziemlich durchgepustet. Vielleicht sollte man einen etwas
windstilleren Tag für diese Wanderung nehmen. Die Route verlief zu einem großen Teil auf dem Fernwanderweg GR 131.
Eine wirklich schöne Tour auch wenn in den Pinienhainen nicht mehr viel Grün zu sehen ist.